Zeitsprung Consort

 

LAKI-PopChor bietet Top-Show

 

 

 

Einen Chor aus 25 stimmgewaltigen Sängerinnen und Sängern, eine professionell agierende Begleitband, einen Luther-Projektchor und eine talentierte Nachwuchsband: all das bekamen die Besucher am Freitagabend in der Leutenbacher Rems-Murr-Halle serviert. Angerichtet wurde der Ohrenschmaus vom Förderverein für Kultur und Kirche Leutenbach.

 

Star des Abends war der „Laki-Pop-Chor“, ein von der evangelischen Landeskirche getragener Chor mit Sängerinnen und Sängern aus ganz Württemberg. Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Hans-Martin Sauter zauberten die 25 Kehlen ein opulentes Hörerlebnis, garniert mit einer fünfköpfigen Begleitband. Sie umrahmte die Vokalisten mal dezent, mal trieb sie den Chor mit krachenden Beats und Gitarrenriffs voran. Damit ist auch das breite Repertoire des Laki-Pop-Chors umrissen: es reicht von zauberhaften Balladen wie „My Dear Lord“ über fast mystische Gesänge wie beim Intro von „Amazing Grace“ und A-Capella-Gospelsongs (Jesus Loves You) bis hin zu groovigen Popsongs (Loved). Loved war auch die thematische Klammer aller Songs, die viel von der Liebe Gottes zu uns Menschen erzählten. Die Qualität des Chors verdeutlichten auch zahlreiche Solopassagen, zu denen fast alle Sängerinnen und Sänger immer wieder an die Solo-Mikrofone traten. Dann setzten glasklare Höhen und dynamische Tenorstimmen immer wieder einen obendrauf auf die schwungvoll gesungenen Chorarrangements.

 

Nicht zu verstecken brauchte sich der Luther-Projektchor aus dem Raum Winnenden. Seine etwa 40 Sängerinnen und Sänger hatten sich letztes Jahr aus „Spaß an der Freud“ zusammengefunden und bereicherten – mit vielen anderen Luther-Projektchören aus dem Land – Ende Januar das Luther-Oratorium in der Stuttgarter Porsche-Arena. In der Rems-Murr-Halle präsentierten sie unter der Leitung von Andreas Spahn (der Leutenbacher ist auch Vorsitzender des Fördervereins für Kultur und Kirche Leutenbach) einige Highlights aus dem Oratorium. So frisch und frei, wie es ein Projektchor vermag, stimmten sie zu Beginn des Abends die Zuhörer ein.

 

Unterstützung erhielten sie dabei von „Once on Earth“, einer vierköpfigen Band aus dem Winnender Raum. In klassischer Besetzung (Keyboard, Bass, Gitarre und Schlagzeug) begleiteten sie den Luther-Projektchor gekonnt. Daneben präsentierten sie einige selbst komponierte, absolut hörenswerte Indie-Popsongs. Am 25. März präsentieren sie ihre erste CD. (mehr unter once-on-earth.de)

 

Ausblick:

 

Am 19. März findet ein ErlebnisKonzert : Musik und Kunst mit der Stadtjugendmusik- und Kunstschule statt.

 

Am 02. April gastiert der Rudersberger Singkreis mit seinem

 

Programm: Thank you for the Musik im ev. Gemeindezentrum.

 

Hartmut Hammer

 


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Zeitsprung Consort in Leutenbach

Das etwas besonderes passiert, weiß man erst, wenn es passiert. Glück hat der, der dann dabei war.

So wie am Samstag Abend, den 27.2.2016, in der evangelischen Johanneskirche in Leutenbach. Es war nicht nur ein Abend, an dem perfekt musiziert wurde, sondern es gab den besonderen Flow, der zwischen den Künstlern geflossen und dann auf das Publikum übergesprungen ist.

Viele neugierige Gäste kamen, ohne genau zu wissen, was dieser Abend bringt. Sie erlebten eine Musik, die zeitlich, kulturell und stilistisch nicht einzuordnen war, aber umso mehr den eigentlichen Kern von zusammen musizieren ausmacht.

Rüdiger Kurz kam mit einer Violone – das Vorgängerinstrument des Kontrabasses und von der Größe zwischen Cello und Baß. Er entlockten dem Instrument sehnsüchtige, klagende Klänge, Renaissacemusik mit viel Spielfreude aber auch einen absolut groovigen Jazzbass. Zwischendurch spielte er auch eine Laute. Eigentlich das Instrument von Johannes Vogt, der aber mit einer Theorbe aufwartete. Die Theorbe ist eine besondere Laute aus dem 16. Jahrhundert, die zu den üblichen Lautensaiten sechs Basssaiten bekommen hat, indem der Hals verlängert und ein zweiter Wirbelkasten angebaut wurde. Johannes Vogt brillierte an der Laute mit Klänge und Melodien, die über Renaissance, orientalische Stilistik bis hin zum modernen Jazz gehen. Mal war er der Solist, der Improvisator, mal der Begleiter. Der dritte Musiker im Bunde war Daniel Kartmann. Sein Drumset bestand unter anderem aus einer Landsmanntrommel, Darbukas, irische Rahmentrommeln, schwäbische Steine und Südamerikanische Shaker. Er brachte alles zum Klingen und Grooven und improvisierte an seinem zusammengestellten Drumset mit absoluter Klang- und Beatvorstellung. Immer wieder sang er auch die Text der eingestreuten Renaissance- und Barocklieder. Von Ihm als auch von Johannes Vogt wurden eigene Kompositionen aufgefahren.

Die Leidenschaft der Musiker und die Begeisterung für die eigene ungewöhnliche, aber durchweg mitreißende Musik hat das Publikum überzeugt und einen unvergesslichen Abend zurückgelassen.

Eingerahmt war die Musik von einem wohlschmeckenden Buffet, dass die Mitglieder des Fördervereins auffuhren. Vielen Dank an all die fleißigen Helfer.

Als Nächstes findet die Mitgliederversammlung des Fördervereins am 14. März 2016 statt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Sie beginnt um 19:00 Uhr mit einer musikalischen Einstimmung an der Orgel in der Johanneskirche.

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Bezaubernde Stücke für einen Abschied

Die packenden Melodienbögen Charles Gounods bildeten den würdigen Rahmen für den Abschied des Dirigenten Ulrich Mangold beim Freizeitorchester Stuttgart. Haben doch der Klangkörper und der Dirigent eine lange spannende Zeit hinter sich. Als Leiter des ehemaligen Werkorchesters der EnBW war Ulrich Mangold der stabile Haltepunkt, der Ruhe und Zuverlässigkeit verbreitete und eine hohe Musikalität mit dem Orchester erarbeitete. Er formte die lose Hobbygruppe zu einem Orchester und blieb dem Orchester auch bei der Selbständigkeit treu, als die EnBW das Freizeitangebot ihrer Mitarbeiter nicht mehr weiter erhalten konnte. Er ist hauptberuflich Kirchenmusiker in der Paul-Gerhardt-Gemeinde Stuttgart und ehrenamtlich Gründer und Organisator der Seniorenakademie Stuttgart und muss daher aus zeitlichen Gründen die Orchesterleitung aufgeben.

Am Sonntag, den 31.1.2016, spielte das Orchester nun mit 35 Musikern zum dritten Mal in der evangelischen Johanneskirche Leutenbach und begeisterte die Zuhörer.

Einen fulminanten Auftakt bildete das Gratulationsmenuett von Ludwig van Beethoven, ein sinfonischer Tanz. Im anschließenden Doppelkonzert von Franz Anton Hoffmeister traten die Solisten Klaus Milchewski  an der Klarinette und Werner Gockenbach am Fagott auf. Dabei bildete der sonore Fagottklang den Kontrast zum klaren Klarinettensound. Beide Musiker umspielten sich gekonnt in allen Tiefen und Höhen.

Das Hauptwerk des Konzertes war die erste Sinfonie von Charles Gounod. Er  ist ein Erfinder großartiger Melodien und frischer, lebendiger Musik. Den ersten Satz komponierte er im Stile Joseph Haydens, im zweiten Satz schrieb Gounod einen französischen Tanz, in dem die langen Melodien von Instrument zu Instrument wie bei einer Fuge weitergegeben wurden. Auch der dritte und der vierte Satz haben Leichtigkeit und Spielfreude, was die Musiker mit Freude genossen und das Publikum überzeugte.

Ulrich Mangold hatte seine Musiker fest im Griff und brachte sie im französischen romantischen Stil dazu, die volle Bandbreite von ganz leise zu ganz laut, von filigran zu massiv auszuschöpfen. Mit diesem Konzert hat sich das Freizeitorchester Stuttgart einen tollen Höhepunkt zum Abschied des Dirigenten geleistet. Noch steht nicht fest, wie es mit dem Freizeitorchester weitergeht. Der Zusammenhalt der Musiker ist einmalig in der Landschaft der Orchester rund um Stuttgart, was sicherlich dem Dirigenten Ulrich Mangold und vor allem dem unerschütterlichen Organisator und Paukisten Wolfgang Menke zu verdanken ist. Er ist es auch, der darum kämpft, die Musiker zusammenzuhalten. Der Förderverein würde sich freuen, wenn sich doch ein Klangkörper aus dem Orchester bildet, das mal wieder in Leutenbach auftreten könnte.

Der Förderverein für Kultur und Kirche Leutenbach lud am Ende alle Zuhörer und Musiker zum Meet and Greet  in Form eines Ständerlings mit Kulturbrötchen, Sekt und mehr ein.  Herzlichen Dank für alle Geld- und Sachspenden und die Arbeit der Mitglieder rund um das Konzert.

Das nächste Konzert des Fördervereins für Kultur und Kirche Leutenbach findet am 27. Februar 2016 um 19:00 Uhr statt in der Johanneskirche Leutenbach statt. Es kommt die Gruppe Zeitsprung Consort, die Stücke und eigene Improvisationen von Renaissance, Barock, Weltmusik und Jazz spielen. Lassen Sie sich überraschen.

Andreas Spahn

 

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Reise nach Ecuador und auf die Galapagos-Inseln

 

Am Sonntag, 24.01. durften ca 30 Zuhörer/innen mit Reiseleiter Jürgen Feiling im Gemeindesaal der Johanneskirche über Ecuador zu den Galapagos-Inseln reisen.

Ecuador verdankt seinen Namen dem Äquator, der durch die Landesmitte geht.

Jahreszeitlich wird zwischen Regen- und Trockenzeit unterschieden.

Ecuador ist der größte Rosenlieferant der Welt.

Der kleinste Andenstaat verzaubert durch enorme landschaftliche Vielfalt. Palmengesäumte Strände, Bergnebelwald, andine Hochebenen, vergletscherte Vulkangipfel, immergrüner Amazonas-Regenwald – abrupte Landschaftswechsel sind  in Ecuador oftmals nur eine Frage von wenigen Kilometern.

Wunderschöne Aufnahmen entführten uns nach

- Quito, Hauptstadt mit gemütlichem Kleinstadtflair und kolonialer Altstadt,

-  Banos – das Eingangtor in das weite Amazonas Gebiet,

- zum Kratersee Quilotoa, fast 4000 m hoch und drei Kilometer groß. Auf seinem Grund tritt  noch immer heißer Dampf oder Schwefel aus.

Von Quito, Richtung Süden, erreicht man den Nationalpark Cotopaxi mit dem höchsten noch aktiven Vulkan der Erde.

Ein Zugfahrt führte uns nach Alausi und zur Teufelsnase.

Die Teufelsnase ist ein rund 100 m hoher markanter Felsvorsprung, vor rund hundert Jahren wurden Gleise in der steilen Felswand fast übereinander durch Spitzkehren verbunden, der Zug bewältigt so in kurzer Zeit mehrere Höhenmeter.

Die größte Stadt mit dem wichtigsten Hafen heißt Guayaquil. Hier startete die Rundreise zu den ca. 1000 km vom Festland entfernt Galapagos-Inseln.

Die Galapagos-Inseln (der Name kommt von Schildkröte) werden als „verzauberte Inseln“ bezeichnet. 1959 wurde diese Inselgruppe zum Naturschutzgebiet erklärt.

Durch die wunderschönen Aufnahmen fühlt man sich hier in eine andere Welt versetzt, Kakteen wachsen hier so hoch wie Bäume.

Galapagos-Riesenschildkröten, Seelöwen und Riesenechsen sahen wir durch die wundervollen Aufnahmen in ihrer natürlichen Umgebung, exotische Vögel waren zum Greifen nah.

Die glasklare Unterwasserwelt beeindruckte mit Korallen und Fischschwärmen.

Nach einer wundervollen Stunde der Rundreise von  Ecuador zu den Galapagos-Inseln waren alle Anwesenden verzaubert.

Fleißige Helfer vom Förderverein für Kultur und Kirche Leutenbach sorgten wie immer dafür, dass das Ambiente stimmte und die kulinarische Seite nicht zu kurz kam.

Danke allen Helfern, Besuchern und vor allem dem Reiseleiter Jürgen Feiling für den wundervollen Abend!

Heidi Mundinger