Geschichte

 

Zur Geschichte der Kirchengemeinde

Die Johanneskirche, die zugleich als Gemeindezentrum ein Ort der Begegnung für viele Gruppen und Kreise darstellt, ist ein Ausdruck des grundlegenden Wandels, den Leutenbach nach 1945 erlebte.

 

Vermerkt die Beschreibung des Oberamts Waiblingen 1846 noch über den Ort Leutenbach: "Gemeinde dritter Classe, mit 837 evang. Einwohnern, 1 Katholikin," so wandelte sich dies grundlegend in der Zeit nach 1945. Im Jahre 1961 hatte der Ort Ltb. 2372 Einwohner, davon 777 Katholiken; 2004 sind es in Ltb. (ohne Nellmersbach und Weiler) 4.887 Einwohner. Hiervon sind 2.250 evangelisch und ca. 1.400 katholisch. Eine intensive ökumenische Arbeit und eine Vielzahl kirchengemeindlicher Angebote sind nur eine Antwort auf diese veränderte Situation.

Die Kirchengemeinde Leutenbach gehörte, obwohl sie mit der Bernharduskirche (1493 erbaut, am 12.12.1978 abgerissen) eine eigene Kirche hatte, mit einer Reihe anderer Ortschaften zum Kirchspiel Winnenden. Mit der Einführung der Reformation 1534 durch Herzog Ulrich fand einmal im Monat ein Gottesdienst in

Leutenbach statt.

 

Ab 1890 bemühten sich die Leutenbacher um die Errichtung einer eigenen Pfarrstelle. Erst 1918, mit Ernennung von Pfr. Wilhelm Breuning wurde Leutenbach-Nellmersbach eine eigenständige Pfarrei. Seit 1978 ist die Kirchengemeinde Nellmersbach eigenständig.

In Leutenbach wurde am 28.01.1973 die neugebaute Johanneskirche eingeweiht. Mit diesem Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zur Jakobuskirche hat die Gemeinde wohl keinen gleichwertigen Ersatz für die schöne, alte Kirche, die vielen Menschen Heimat war, doch sie hat ein modernes, funktionales Gebäude, das den Aufgaben und Herausforderungen unserer Zeit Rechnung trägt.

 

Gebäude sind das eine, Menschen die diese mit Leben und Wärme füllen das andere. Darauf kommt es uns als Kirchengemeinde an.